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Saisonale Speicherung, solare Regeneration: Unsere neue BS2-Koaxial-Erdwärmesonde ist zentral für eine gesamtheitliche Energieversorgung

Saisonale Speicherung, solare Regeneration: Unsere neue BS2-Koaxial-Erdwärmesonde ist zentral für eine gesamtheitliche Energieversorgung

In der Überbauung Sentmatt in Obfelden ZH werden 10 von insgesamt 119 Wohnungen mittels neuartigen Koaxial-Erdwärmesonden (K-EWS) beheizt und gekühlt. Diese Energieversorgung läuft über zwei dezentrale Anlagen, die Gegenstand eines Pilot- und Demonstrationsprojekts des Bundesamtes für Energie (BFE) sind.

   

Die eingesetzten K-EWS von BS2 sind eine Weiterentwicklung von bereits bekannten koaxialen Erdwärmesondenkonstruktionen und verfügen über ein flexibles anstelle eines starren äusseren Rohres. Es ist der Ersteinsatz einer solchen Koaxial-Erdwärmesonde, die eine Tiefe von 450 m erreicht.

      

Der entscheidende Vorteil der K-EWS à 450 m gegenüber einem Erdsondenfeld à 240 m liegt darin, dass nur eine 1:1-Regeneration nötig ist, um hohe Austrittstemperaturen im Winter zu erreichen - nicht mehr. Der Flächenbedarf für die Sonden ist kleiner, zudem werden die Erdwärmesonden mit reinem Wasser betrieben.

       

    Die Koaxial-Erdwärmesonde von BS2 kann wird verteuft

        

Tieferer Stromverbrauch dank hohem COP

In einer Tiefe von 400-500 m herrschen in den Böden der Schweiz geeignete Temperaturen für eine Heizung mittels Wärmepumpen. Idealerweise wird bei gleicher Leistung einer Erdwärmesonde (EWS) die Austrittstemperatur aus dem Bohrloch maximiert, um den Stromverbrauch der Wärmepumpe zu reduzieren. Durch die 450 m Tiefe des Bohrloches kann die K-EWS auf eine viel höhere Temperatur zurückgreifen als eine konventionelle, kürzere Sonde. Mit der K-EWS von BS2 kann eine geeignete Niederhubwärmepumpe mit einem hohen COP betrieben werden, wodurch das Heizsystem bemerkenswert wenig Strom verbraucht.

  

Solare Regeneration 

Das Projekt Sentmatt ist eine exemplarische Umsetzung des 2SOL-Prinzips, welches die technische und wirtschaftliche Mach- und Tragbarkeit einer Siedlung mit minimalen Emissionen im Betrieb aufzeigen soll.

Kern der 2SOL-Gebäudeenergiesysteme bilden ein saisonaler Erdwärmespeicher, Solarkollektoren, eine effiziente Niederhubwärmepumpe und eine übergeordnete Steuerung der Gesamtanlage. Die nachfolgende Grafik zeigt eine Übersicht der Komponenten eines Energiesystems nach dem 2SOL-Prinzip:   

Immobilien emissionsfrei mit Strom und Wärme versorgen dank dem 2SOL-Prinzip

  

Es ist nicht zuletzt der gesamtheitliche Ansatz, der dieses Energiesystem so umweltfreundlich macht. An heissen, sonnigen Tagen fällt mehr solare Energie an, als verbraucht wird. Die überschüssige Wärme wird in den Boden geleitet und regeneriert dort die Temperatur des Erdreichs. Damit wird verhindert, dass der Boden über die Jahre auskühlt. Mehr über saisonale Regeneration erfahren Sie in diesem Blog-Artikel. Falls Sie mehr über die neue Koaxial-Erdwärmesonde wissen möchten, gibt Marc Bätschmann, Geschäftsführer der BS2 AG, gerne weitere Auskunft.

20/11/2020