Philosophie

Mehrere Tausend Gebäude entstehen weltweit täglich neu und müssen betrieben werden. Unsere Vision ist eine gebaute Zukunft mit minimalem Ressourceneinsatz und vollständig CO2-freiem Betrieb. Diese Vision lässt sich nur umsetzen mit Hilfe von geeigneten Konzepten und der passenden Gebäudetechnik.

BS2 liefert gebäudetechnische Komponenten und Systeme, welche helfen, das Ziel des CO2-frei betriebenen Gebäudes mit minimalen Investions- und Betriebskosten zu erreichen. Wir sind überzeugt, dass Gebäude als komplexe Systeme aufgefasst werden müssen und dass nur ein konsequentes Systemdenken zur nötigen Übersicht verhilft. Eine gezielte Entwicklung und Optimierung gebäudetechnischer Systeme in Richtung CO2-Freiheit wird so erst ermöglicht. BS2 verfolgt deshalb diesen Weg und fokussiert in Denken und Handeln dabei auf drei grundlegende Paradigmen:

Das erste Paradigma ist die Exergieminimierung. Die Exergie ist eine thermodynamische Grösse, welche den hochwertigen Anteil einer gewissen Energieform identifiziert. Durch den Fokus auf diese physikalische Grösse und die damit verbundene Analyse ist es möglich, verborgene Verbesserungspotenziale zu identifizieren und die Konzentration primär auf die sowohl ökologisch als auch ökonomisch relevanten Parameter zu legen. Eine Forderung, welche sich beispielsweise aus der Exergiebetrachtung ergibt, ist der vollständige Verzicht von Verbrennungsprozessen für die Bereitstellung von Wärme fürs Gebäude. Stattdessen soll hochwertige Energie (Exergie) dem Gebäude nur in Form von elektrischem Strom zugeführt werden. Ist dieser Strom CO2-frei produziert, wird auch der Gebäudebetrieb vom CO2 befreit. Die Exergiebetrachtung erlaubt uns überdies ein technisches System in seiner Ganzheit zu erfassen und sowohl Aussagen über die Güte der Einzelkomponenten als auch über das Gesamtsystem zu machen. Gebäude, welche nach Kriterien der Exergietheorie optimiert werden, sind so genannte LowEx-Gebäude.

“Der LowEx-Ansatz führt dazu, dass das Ziel des CO2-freien Gebäudebetriebs mit minimalen Kosten erreicht werden kann.”

Das zweite Paradigma ist die Dezentralisierung und Miniaturisierung. Durch die Auftrennung und Verteilung der Infrastruktur und somit der Funktionalität über die Gebäudefläche entstehen schlankere und effizientere Systeme. Schlanker, weil durch das Auftrennen grosser Einheiten in viele kleine Einheiten eine Integration und somit das Verstecken der Gebäudetechnik in der Gebäudestruktur möglich wird. Effizienter deshalb, weil infolge der Dezentralisierung die Dienste direkt und ohne grosse Transportverluste erbracht werden können.

“Lokale Bedürfnisse im Gebäude werden lokal von dezentralen Einheiten befriedigt.”

Die Interaktion vieler Elemente erhöht aber auch die Komplexität des Systems. Mit dieser Komplexität umgehen zu können ist Teil unseres systemischen Denkens.

Das dritte Paradigma ist die Vernetzung der einzelnen Systemteilnehmer. Um die volle Mächtigkeit der Dezentralisierung nutzen zu können, ist eine Vernetzung zwischen den Einzelkomponenten erforderlich. Die Vernetzung eröffnet uns in überproportionalem Mass Möglichkeiten für die Optimierung des Gebäudebetriebs. Die per se einfach funktionierenden Einzelkomponenten erfüllen durch die physikalische und logische Vernetzung gemeinsam eine komplexe, übergeordnete Aufgabe. Wenn miteinander vernetzt, können Aufgaben unter den Systemteilnehmern zudem dynamisch verteilt und verschoben werden, sodass optimal auf die jeweilige Situation reagiert werden kann. Dadurch ergeben sich flexible Systeme, welche im Gegegensatz zu den gängigen, so genannt starren Systemen auf Veränderungen mit einer Verschiebung ihres Gleichgewichts in Richtung minimaler Aufwand reagieren. Beispielsweise kann der Wind, der auf dem Gebäude steht, in solch vernetzten Systemen für den Lufttransport im Gebäude genutzt werden.

“BS2-Systeme versuchen nicht gegen den Strom anzukämpfen, sondern schwimmen mit ihm.”  

Kontakt

BS2 AG
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